London ist riesig, aber der wahre Charme liegt oft in den Ecken, die nicht in jedem Standard-Reiseführer auf Seite eins stehen. Hier sind ein paar Nischen-Ideen, unterteilt nach verschiedenen Interessen:
1. Für Entdecker & Flaneure
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Little Venice bis Camden (Kanal-Wanderung): Statt U-Bahn zu fahren, spazierst du am Regent’s Canal entlang. Du startest bei den bunten Hausbooten in Little Venice, läufst am Rand des London Zoos vorbei (man sieht oft Giraffen oder afrikanische Wildhunde kostenlos!) und landest im Trubel von Camden.
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Postman’s Park: Ein versteckter, winziger Park nahe St. Paul’s Cathedral. Er beherbergt das „Watts Memorial“, eine Wand mit handbemalten Kacheln, die an gewöhnliche Menschen erinnern, die ihr Leben ließen, um andere zu retten. Sehr bewegend und absolut ruhig.
2. Für Ästheten & Kuriositäten-Sammler
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God’s Own Junk Yard: In Walthamstow (Nordost-London) findest du ein Lagerhaus voller Neonreclamen, Filmrequisiten und Lichtkunst. Es ist ein psychedelisches Paradies und ein großartiger Ort für Fotos.
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Sir John Soane’s Museum: Das ehemalige Wohnhaus eines Architekten am Lincoln’s Inn Fields. Es ist vollgestopft mit Antiquitäten, Gemälden und sogar dem Sarkophag von Setos I. Das Beste: Die Wände lassen sich wie Schranktüren ausklappen, um noch mehr Kunst zu enthüllen.
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Leadenhall Market: Zwar bekannt aus Harry Potter, aber abseits der Mittagszeit (wenn die City-Worker dort sind) wirkt die viktorianische Architektur fast surreal leer und majestätisch.
3. Für Kulinarik-Nischen
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Maltby Street Market: Die coolere, kleinere Alternative zum überlaufenen Borough Market. Er liegt unter Eisenbahnnbögen in Bermondsey. Hier gibt es fantastisches Streetfood und eine entspannte „Locals-only“-Vibe.
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Eel Pie Island: Eine private Insel in der Themse (nahe Twickenham), die nur über eine Fußgängerbrücke erreichbar ist. Sie hat eine verrückte Rock-Geschichte (Rolling Stones haben dort gespielt) und beherbergt heute Künstlerateliers, die zwei Mal im Jahr ihre Türen öffnen.
4. Für Grusel & Geschichte
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Highgate Cemetery: Besonders der westliche Teil (nur mit Führung) ist wie ein verwunschener Wald voller prunkvoller, zerfallender Mausoleen. Hier liegt auch Karl Marx begraben.
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The Viktor Wynd Museum of Curiosities: Ein winziges Museum in Hackney, das alles von präparierten Tieren bis hin zu dubiosen historischen Relikten zeigt. Nichts für schwache Nerven, aber definitiv eine Nische.
Kleiner Geheimtipp zum Schluss:
Wenn du eine tolle Aussicht suchst, aber keine Lust auf die hohen Preise von „The Shard“ hast: Besuche den Garden at 120. Das ist eine öffentlich zugängliche Dachterrasse (Fenchurch Street), die kostenlos ist und oft viel weniger Schlange stehen erfordert als der Sky Garden.
Welche dieser Richtungen interessiert dich am meisten? Dann kann ich dir gezieltere Tipps geben oder beim Planen der Route helfen.