Schachturniere gewinnen: Preisgelder im Überblick 2026

Schachturniere gewinnen Preisgelder im Überblick 2026

Schach ist nicht nur ein anspruchsvoller Denksport, sondern kann für erfolgreiche Spieler auch finanziell interessant sein. Bei großen internationalen Turnieren winken Preisgelder in teilweise sechs- oder siebenstelliger Höhe. Doch nicht jeder Wettbewerb bietet hohe Auszahlungen: Während bei Weltmeisterschaften und renommierten Open-Turnieren beträchtliche Summen ausgeschüttet werden, erhalten Teilnehmer bei kleineren regionalen Turnieren häufig Sachpreise, Pokale oder vergleichsweise geringe Geldbeträge.

Unser Tipp für Dich: Jetzt Chessence Excellence Angebot ansehen!

Wer 2026 mit Schachturnieren Geld verdienen möchte, sollte deshalb nicht nur seine Spielstärke verbessern, sondern auch die Preisgeldstruktur, Teilnahmebedingungen und Kosten der jeweiligen Veranstaltung kennen. Dieser Überblick zeigt, bei welchen Turnieren sich Preisgelder gewinnen lassen, wie hoch typische Gewinnsummen ausfallen können und worauf ambitionierte Schachspieler bei ihrer Turnierplanung achten sollten.

1. Wie viel Preisgeld gibt es bei Schachturnieren 2026?

Die Höhe der Preisgelder hängt vor allem vom Veranstalter, dem Format, dem Teilnehmerfeld und der Bedeutung des Turniers ab. Internationale Spitzenturniere unterscheiden sich finanziell erheblich von Vereinsmeisterschaften oder kleineren Open-Veranstaltungen.

Turnierart Typischer Preisgeldrahmen Zielgruppe
Vereins- und regionale Turniere Häufig Sachpreise oder kleinere Geldbeträge Anfänger und Vereinsspieler
Nationale Schach-Open Hunderte bis mehrere Tausend Euro Ambitionierte Vereinsspieler
Große internationale Open Mehrere Tausend bis über 10.000 Euro für den Sieger Starke Turnierspieler
Internationale Spitzenturniere Zehntausende bis Hunderttausende Euro oder mehr Titelträger und Weltklasse
Online-Schachturniere Von kleinen Prämien bis zu hohen fünfstelligen Beträgen Je nach Wettbewerb und Qualifikation

Die genannten Beträge sind Orientierungswerte und keine garantierten Gewinnsummen. Maßgeblich sind immer die konkreten Ausschreibungen des jeweiligen Turniers.

2. Welche Schachturniere bieten 2026 besonders hohe Preisgelder?

Im Jahr 2026 gibt es zahlreiche Wettbewerbe, bei denen Schachspieler um attraktive Preisgelder spielen. Einige Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Gewinnmöglichkeiten ausfallen.

FIDE Candidates Tournament 2026

Das Kandidatenturnier gehört zu den bedeutendsten Wettbewerben im internationalen Schach. Die Teilnehmer kämpfen nicht nur um Geld, sondern auch um die Chance, den amtierenden Weltmeister herauszufordern.

Laut der offiziellen Veranstaltungsseite beträgt der Mindestpreisfonds für das offene Kandidatenturnier 700.000 Euro. Für das Kandidatenturnier der Frauen sind mindestens 300.000 Euro vorgesehen. Zusammen ergibt das einen Preisfonds von mindestens einer Million Euro.

Die Teilnahme ist allerdings nicht mit einer gewöhnlichen Turnieranmeldung möglich. Spieler müssen sich über festgelegte Qualifikationswege und sportliche Leistungen einen Platz sichern.

Quelle: Offizielle Website des FIDE Candidates Tournament 2026

Sparkassen Chess Trophy 2026 in Dortmund

Auch in Deutschland gibt es attraktive Möglichkeiten, Preisgeld zu gewinnen. Die Sparkassen Chess Trophy, die im Rahmen der Internationalen Dortmunder Schachtage ausgetragen wurde, hatte 2026 einen garantierten Gesamtpreisfonds von 20.000 Euro.

Der Preisfonds verteilt sich auf zwei Turniere:

  • A-Open: 16.000 Euro Gesamtpreisfonds, davon 4.000 Euro für den ersten Platz.

  • B-Open: 4.000 Euro Gesamtpreisfonds, davon 850 Euro für den ersten Platz.

Hinzu kommen Sonderpreise unter anderem für Frauen, Senioren, Jugendliche und bestimmte Wertungsgruppen. Das A-Open richtet sich grundsätzlich an Spieler mit einer Elo- oder DWZ-Zahl ab 1951, während das B-Open für Spieler unter 2051 vorgesehen ist. Zwischen 1951 und 2050 können Spieler unter den Bedingungen der Ausschreibung zwischen beiden Gruppen wählen.

Quelle: Ausschreibung der Sparkassen Chess Trophy 2026

Kanizsa Open 2026

Das Kanizsa Open in Ungarn zeigt, dass auch internationale Open-Turniere hohe Preisgelder bieten können. Für die offene Gruppe A wurde ein Preisfonds von 55.000 Euro ausgeschrieben. Der Sieger sollte 11.000 Euro erhalten. Zusätzlich waren Preise für die besten zehn Spieler sowie Sonderpreise vorgesehen.

Für die Gruppe B mit einer Wertungsgrenze unter 2300 Elo waren weitere 5.400 Euro vorgesehen.

Quelle: Offizielle Website des Kanizsa Open 2026

Grand Chess Tour 2026

Für die absolute Weltspitze sind Turnierserien ebenfalls finanziell interessant. Das Finale der Grand Chess Tour 2026 hatte einen Gesamtpreisfonds von 450.000 US-Dollar. Der Sieger erhielt 200.000 US-Dollar, der Zweitplatzierte 125.000 US-Dollar, der Drittplatzierte 75.000 US-Dollar und der Vierte 50.000 US-Dollar.

Quelle: FIDE-Bericht zur Grand Chess Tour 2026

3. Wie viel Preisgeld bekommt man für den ersten Platz?

Die Gewinnsumme hängt stark vom jeweiligen Wettbewerb ab. Bei kleineren Turnieren kann der Sieger beispielsweise einen Sachpreis oder einige Hundert Euro erhalten. Bei größeren Open-Turnieren sind mehrere Tausend Euro möglich. Internationale Spitzenturniere können deutlich höhere Beträge ausschütten.

Ein konkretes Beispiel liefert das A-Open der Sparkassen Chess Trophy 2026:

Platzierung Preisgeld
1. Platz 4.000 €
2. Platz 2.400 €
3. Platz 1.600 €
4. Platz 1.120 €
5. Platz 960 €
6. Platz 800 €
7. Platz 640 €
8. Platz 480 €
9. Platz 320 €
10. Platz 160 €

Die Beträge entsprechen der offiziellen Ausschreibung für 2026. Zusätzlich existieren Sonderpreise, deren Bedingungen gesondert zu beachten sind.

Wichtig ist: Ein hoher Gesamtpreisfonds bedeutet nicht automatisch, dass viele Teilnehmer hohe Summen erhalten. Entscheidend ist die Verteilung auf die einzelnen Platzierungen und Wertungskategorien.

4. Können auch Amateurspieler bei Schachturnieren Geld gewinnen?

Ja. Nicht jeder Wettbewerb ist ausschließlich für Großmeister und internationale Titelträger gedacht. Viele Open-Turniere bieten verschiedene Gruppen, sodass auch Spieler mit einer niedrigeren Elo- oder DWZ-Zahl realistische Chancen auf Preise haben.

Besonders interessant sind folgende Möglichkeiten:

  • Ratingpreise: Auszeichnungen für Spieler innerhalb bestimmter Wertungsgrenzen.

  • Frauenpreise: Separate Preisgelder für die bestplatzierten Spielerinnen.

  • Jugendpreise: Wettbewerbe für bestimmte Altersklassen.

  • Seniorenpreise: Sonderwertungen für ältere Teilnehmer.

  • B- und C-Open: Turniere oder Gruppen mit angepassten Spielstärkebereichen.

Solche Kategorien können eine sinnvolle Alternative zum direkten Wettbewerb mit deutlich stärkeren Spielern sein. Wer beispielsweise noch keine Elo-Zahl von 2000 erreicht hat, sollte gezielt prüfen, ob ein Turnier Sonderpreise für die eigene Spielstärke vorsieht.

Allerdings unterscheiden sich die Regeln von Veranstalter zu Veranstalter. Manche Turniere erlauben nur einen Preis pro Person, andere regeln die Kombination von Haupt- und Sonderpreisen gesondert.

5. Online-Schachturniere mit Preisgeld 2026

Auch im Internet können Schachspieler Geldpreise gewinnen. Plattformen wie Chess.com veranstalten Wettbewerbe für unterschiedliche Leistungsgruppen, darunter Turnierserien und Veranstaltungen mit Qualifikationsphasen.

Bei größeren Online-Wettbewerben können die ausgeschriebenen Preise beträchtlich sein. Das offizielle Regelwerk von Chess.com für 2026 nennt beispielsweise für das Chess.com Open einen möglichen Gesamtpreisfonds von bis zu 250.000 US-Dollar. Für das jeweilige Turnier gelten jedoch konkrete Qualifikations-, Identitäts- und Fair-Play-Regeln.

Quelle: Chess.com – Offizielles Regelwerk für Wettbewerbe 2026

Online-Turniere sind besonders praktisch, weil keine Reise- und Übernachtungskosten anfallen. Gleichzeitig ist die Konkurrenz bei großen internationalen Veranstaltungen sehr stark. Manche Wettbewerbe sind zudem ausschließlich für eingeladene Spieler oder qualifizierte Teilnehmer geöffnet.

6. Lohnt es sich, mit Schachturnieren Geld zu verdienen?

Ob sich eine Turnierteilnahme finanziell lohnt, hängt nicht allein vom möglichen Preisgeld ab. Auch Startgeld, Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung und gegebenenfalls Verdienstausfall müssen berücksichtigt werden.

Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied:

Position Beispielbetrag
Gewonnenes Preisgeld 500 €
Startgeld −80 €
Fahrtkosten −60 €
Übernachtung und Verpflegung −160 €
Verbleibender Betrag vor Steuern 200 €

Dieses Beispiel ist rein illustrativ und keine Prognose für einen tatsächlichen Turniergewinn. Wer keinen Preis gewinnt, muss die Ausgaben in der Regel trotzdem tragen.

Für Hobbyspieler stehen daher oft andere Vorteile im Vordergrund: praktische Erfahrung, bessere Turnierroutine, neue Kontakte und eine mögliche Verbesserung der eigenen Wertungszahl. Für professionelle Schachspieler können Preisgelder dagegen einen wichtigen Teil der Einnahmen darstellen, wobei Sponsoring, Trainerhonorare, Streaming und andere Tätigkeiten ebenfalls eine Rolle spielen können.

7. Wie kann man seine Chancen auf Preisgeld verbessern?

Wer bei Schachturnieren regelmäßig um Preise mitspielen möchte, sollte strategisch vorgehen.

1. Das passende Turnier auswählen: Nicht nur der Gesamtpreisfonds zählt. Wichtig sind die eigene Spielstärke, die Teilnehmerliste und die Wertungskategorien.

2. Die Spielstärke gezielt trainieren: Taktik, Endspiele, Eröffnungen und die Analyse eigener Partien gehören zu einer nachhaltigen Vorbereitung.

3. Die Ausschreibung sorgfältig lesen: Prüfe Preisgelder, Startgeld, Wertungsgrenzen, Stichkampfregeln und Bedingungen für die Auszahlung.

4. Die Kosten im Blick behalten: Ein kleinerer Preis bei einem regionalen Turnier kann finanziell attraktiver sein als ein höherer Gewinn bei einer Veranstaltung mit teurer Anreise.

5. Ergebnisse langfristig auswerten: Dokumentiere deine Turnierergebnisse, Ausgaben und Einnahmen. So lässt sich besser erkennen, welche Veranstaltungen sportlich und finanziell sinnvoll sind.

8. Worauf sollte man bei Preisgeldern und Steuern achten?

Preisgelder werden nicht immer in voller Höhe ausgezahlt. Je nach Veranstalter, Wohnsitz, steuerlicher Situation und geltenden Vorschriften können Abzüge oder Erklärungspflichten entstehen.

Die Ausschreibung der Sparkassen Chess Trophy 2026 enthält beispielsweise besondere Hinweise zur Besteuerung von Preisgeldern für Teilnehmer, die außerhalb Deutschlands steuerlich veranlagt werden.

Für Deutschland sind insbesondere die individuellen Umstände entscheidend: Ein gelegentlicher Gewinn bei einem Hobbyturnier ist steuerlich nicht automatisch mit regelmäßig erzielten Einnahmen aus einer professionellen Schachtätigkeit gleichzusetzen. Bei wiederkehrenden, beruflich veranlassten oder erheblichen Gewinnen empfiehlt sich eine individuelle steuerliche Prüfung.

Weiterführende Informationen bietet das Bundesministerium der Finanzen.

Fazit: Schachturniere und Preisgelder 2026

Schachturniere bieten 2026 Preisgelder in sehr unterschiedlichen Größenordnungen. Während kleinere Wettbewerbe vor allem sportliche Erfahrung und überschaubare Gewinne ermöglichen, locken große internationale Open-Turniere mit mehreren Tausend Euro. Bei hochkarätigen Wettbewerben wie dem FIDE Candidates Tournament oder der Grand Chess Tour geht es sogar um Preisgelder in Millionen- beziehungsweise Hunderttausenderhöhe.

Unser Tipp für Dich: Jetzt Chessence Excellence Angebot ansehen!

Für ambitionierte Vereinsspieler sind Turniere mit Ratingpreisen, Jugend- oder Seniorenwertungen besonders interessant. Wer regelmäßig teilnehmen möchte, sollte die eigene Spielstärke realistisch einschätzen, die Ausschreibungen vergleichen und sämtliche Kosten berücksichtigen.

Der wichtigste Tipp: Suche nicht nur nach dem Turnier mit dem höchsten Preisgeld, sondern nach dem Wettbewerb, bei dem deine Spielstärke, deine Gewinnchancen und der finanzielle Aufwand am besten zusammenpassen.

Nach oben scrollen